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SC20: Mistral auf Platz 110 der TOP500-Liste

17.11.2020

Die diesjährige Supercomputing Conference (SC20) findet vom 9. bis 19. November unter dem Motto “SC20 Is Everywhere We Are” komplett virtuell statt. Während der SC20 wurde die 56. Ausgabe der TOP500-Liste der leistungsfähigsten HPC-Systeme veröffentlicht, auf der der DKRZ-Supercomputer Mistral Platz 110 erreichte.

Die ersten vier Platzierungen blieben im Vergleich zur Juni-Liste unverändert: Der japanische Supercomputer Fugaku am Forschungsinstitut Riken führt mit mehr als 442 PetaFLOPS unangefochten die Liste vor den beiden US-amerikanischen Systemen Summit des Oak Ridge National Laboratory und dem Sierra-System des Lawrence Livermore National Laboratory an. Als leistungsstärkstes deutsches System katapultierte sich das Jülich Supercomputing Centre mit seinem von Atos/Bull aufgebauten JUWELS-Booster-Supercomputers auf Platz sieben der TOP500. Insgesamt ist Deutschland mit 19 HPC-Systemen in der Liste vertreten. Mistral ist nach über fünf Jahren erfolgreichen und verlässlichen Betriebs auf Platz 110 und damit immerhin noch der elftstärkste Hochleistungsrechner in Deutschland.

Die SC20 als größte und wichtigste internationale Plattform für HPC bietet ein umfassendes Programm zu den Themen HPC, Networking, Speicherung und Analyse – von Software- und Hardware-Entwicklungen bis hin zu Anwendungen und Forschung. Welche Möglichkeiten sich durch den Einsatz von Excascale-Computern in der Klimamodellierung ergeben, präsentierte am 16. November Prof. Bjorn Stevens, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, in seiner Keynote „From Deep Thoughts to (Destination) Earth: Climate Science in the Age of Exascale“. Der Keynote-Vortrag ist ebenfalls auf YouTube verfügbar: hier.

Für die Session „Scientific Visualization & Data Analytics Showcase Poster Display” am 17. November reichte das DKRZ-Visualisierungsteam gemeinsam Klimaforscherinnen und –forschern den Beitrag “DYAMOND++: A High Resolution Climate Model Setup” ein. Der Kurzfilm beschreibt die Entwicklung des DYAMOND-Projektes: angefangen von in der Vergangenheit verwendeten Klimamodellen mit niedriger Auflösung bis hin zu regionalen hochaufgelösten Modellen, die eine detaillierte Untersuchung von Wolken und Wolkenbildungsprozessen ermöglichen. Neben Interviews mit an dem Projekt beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern illustrieren Visualisierungen, welche Fortschritte mit dieser neuen Generation sturmauflösender Modelle gemacht wurden.

Vollständige TOP500-Liste: www.top500.org/lists/2020/11/

Informationen zur SC20: sc20.supercomputing.org/

 

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