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Regionales Ozeanmodell: Mittelmeer

Für Untersuchungen regionaler Phänomene werden häufig Regionalmodelle eingesetzt, die eine hohe räumliche Auflösung bieten, aber gegenüber Globalmodellen mit vergleichbaren Gitterpunktabständen nur einen Bruchteil der Rechenzeit benötigen.

MPIOM Mittelmeer

 

Diese Visualisierung zeigt den Salzgehalt an der Oberfläche des Mitttelmeeres, simuliert mit einem regionalen Ozeanmodell auf Basis von MPIOM. Durch sein relativ abgeschlossenes Ozeanbecken und seine geographische Lage in den Subtropen ist das Mittelmeer durch starke Netto-Verdunstung geprägt: es ist - vor allem im Osten - wesentlich salziger als das Wasser aus dem Atlantik, welches durch die Meerenge von Gibraltar nachströmt. In der Ägäis ist der Zustrom des salzärmeren Wassers aus dem Schwarzen Meer zu erkennen. Man kann gut erkennen, wie die Strömungen und Wirbel von den Schwankungen der Winde (hier nicht dargestellt)  beeinflusst werden.

Die Animation läuft über drei Modelljahre. Das krummlinige Modellgitter hat eine horizontalen Auflösung von 8 bis10 km und 29 Schichten in der Vertikalen. Für die  atmosphärische Randbedingung und den Süßwassereintrag durch Flüsse wurden Simulationsergebnisse des regionalen Atmosphärenmodells REMO verwendet (siehe auch: Elizalde, A., Sein, D., Mikolajewicz, U. and Jacob, D. 2010. Technical Report: Atmosphere-ocean-hydrology coupled regional climate model. Max Planck Institute for Meteorology)

Daten: Uwe Mikolajewicz, MPI für Meteorologie

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