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Ein einfaches Klimamodell

Die Modelle, die auf den Hochleistungsrechnern am DKRZ gerechnet werden, sind sehr komplex und benötigen dennoch sehr lange, um etwa Klimaszenarien durchzurechnen. Gerade für Lehrzwecke sind einfachere Modelle besser geeignet, da hiermit einige Zusammenhänge und Wechselwirkungen quasi interaktiv untersucht werden können.

GREB

Das Monash simple climate model (MSCM) basiert auf dem räumlich auflösenden globalen Energiebilanzmodell (GREB), welches von Dommenget and Floeter [2011] in der Fachzeitschrift Climate Dynamics vorgestellt wurde. Das Modell simuliert die meisten wichtigen physikalischen Prozesse des Klimasystems in stark vereinfachter Weise, so dass Klimasimulationen damit auch auf normalen PCs recht schnell durchgeführt werden können. Das globale Klima wird dabei auf einem Gitter vom 96 x 48 Gitterpunkten für drei vertikale Schichten simuliert: Die Oberfläche von Land und Meer, die Atmosphäre und der tiefe Ozean.

Trotz der starken Vereinfachungen lassen sich realistische Klimaänderungen simulieren, die durch externe Antriebe, wie z.B. den Anstieg der CO2-Konzentration, hevorgerufen werden.

Die hier am DKRZ mit einer deutschen Benutzeroberfläche versehene Web-Schnittstelle des MSCM erlaubt es, mehr als 1000 verschiedene vorberechnete Modellexperimente in einer interaktiven Art und Weise zu studieren. Durch das Ein- oder Ausschalten verschiedener Elemente und Prozesse können einzelne Wechselwirkungen untersucht werden und deren Zusammenwirken im Klimasystem besser verstanden werden. So kann etwa die Reaktion des Klimasystems auf eine CO2-Verdopplung untersucht werden und erlernt werden, wie die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen physikalischen Prozessen das Klima ändern. Man kann viele verschiedene Szenarien durchspielen, von Tutorials lernen und einige unterhaltsame und lehrreiche Rätsel zu Wechselwirkungen in der Klimadynamik lösen.

 

Zum Modell:

MSCM

 

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