Alle wissenschaftlichen Sitzungen bei #vEGU21 werden im neuen virtuellen PICO-Format (vPICO) abgehalten, das an die interaktiven Touchscreen-Präsentationen angelehnt ist, die sonst bei der EGU in Wien zum Einsatz kamen. Jede Sitzung enthält nach einem kurzen Überblick eine Reihe von zweiminütigen vPICOs und der Möglichkeit danach im Chats mit den Autor:innen weiter zu diskutieren. Workshops werden als virtuelle, einstündige Short Courses abgehalten.

Weitere Informationen auf der Webseite der vEGU 2021: https://www.egu21.eu/

DKRZ-Beiträge auf der #vEGU21

In der Session ESSI2.2: Find, access, share and use data across the globe: Infrastructure solutions for Earth System Sciences  am 27. April von 11:00-12:30 Uhr ist das DKRZ mit vier vPICOs vertreten. Swati Gehlot stellt von 11:31-11:13 Uhr in der vPICO PalMod-II Data Management Plan: A FAIR-inspired conceptual framework for data simulation, inter-comparison, sharing and publication den aktuellen Stand und die Herausforderungen des Datenmanagementplans für das Projekt PalMod-II vor.

Von 11:33-11:35 Uhr präsentiert Andrea Lammert in der vPICO A Standard for the FAIR publication of Atmospheric Model Data developed by the AtMoDat Project die neu entwickelten AtMoDat-Standard vor, der darauf abzielt, die FAIRness von verschiedenen, in Repositorien veröffentlichten Atmosphärenmodelldaten zu erhöhen.

Im anschließenden Sessionteil „Tools and Services“ zeigt Martina Stockhause von 11:39-11:41 in der vPICO CMIP6 data documentation and citation in IPCC's Sixth Assessment Report (AR6) wie die CMIP6-Datennutzung für den nächsten IPCC-Bericht AR6 aus drei Blickwinkeln dokumentiert wird: die technische Umsetzung, die Sammlung von Informationen zur CMIP6-Datennutzung durch die IPCC-Autor:innen und die Perspektive der Berichtsnutzer:innen.

Im vierten Sessionbeitrag berichtet Ivonne Anders in der vPICO Generic concepts for organising data management in research projects von 11:49–11:51 Uhr über generische Konzepte des Forschungsdatenmanagements, bei denen versucht wird, diese von allgemeinen Projektmanagementaufgaben zu trennen.

Am 27. April von 13:32-13:34 Uhr präsentiert Kerstin Fieg in der Session CL1.2: Palaeoclimate modeling: from time-slices and sensitivity experiments to transient simulations into the future mit ihrer vPICO From the last interglacial to the future – new insights from modeling the last glacial-interglacial cycle in PalMod neue Erkenntnisse aus dem Projekt PalMod, das darauf abzielt, die seit langem bestehenden wissenschaftlichen Lücken im Verständnis der Dynamik und Variabilität des Klimasystems während des letzten glazial-interglazialen Zyklus zu schließen.

Die Session ESSI3.3 am 27. April widmet sich dem Thema The evolving Open and FAIR ecosystem for Solid Earth and Environmental sciences: challenges, opportunities, and other adventures. In dieser bewertet Karsten Peters-von Gehlen von 13:47-13:49 Uhr in seiner vPICO Applying FAIRness evaluation approaches to (meta)data preserved at the World Data Center for Climate (WDCC): results, lessons learned, recommendations die FAIRness der im WDCC kuratierten Datensätze mit automatisierten und manuellen Ansätzen und zeigt, dass es sehr gute Gründe gibt, nicht um jeden Preis eine vollständige maschinelle Bearbeitbarkeit der Datenbestände eines Repositories anzustreben, sondern eine Kombination aus automatisierten und manuellen FAIRness-Bewertungsansätzen anzuwenden.

Außerdem stellt Hannes Thiemann in dieser Session von 13:51 bis 13:53 das NFDI4Earth-Konsortium vor, das sich im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur die Verbesserung des Datenmanagements in den Erdsystemwissenschaften zur Aufgabe macht.

Am 28. April findet von 13:30-15:00 Uhr die Session ESSI3.7: Free and Open Source Software (FOSS) and Cloud-based Technologies to Facilitate Collaborative Science statt. Im Teil “Cloud and High-Performance Computing“ berichtet Marco Kulüke von 13:59–14:01 Uhr in der vPICO Transfer Data from NetCDF on Hierarchical Storage to Zarr on Object Storage: CMIP6 Climate Data Use Case über Konvertierung von CMIP-Daten von NetCDF zu Zarr und deren Speicherung im DKRZ-Swift-Speicher.

Zur Visualisierung von Klimadaten bieten am 29. April von 9:00-10:00 Uhr Marc Rautenhaus (Universität Hamburg) und die DKRZ-Visualisierer Michael Böttinger und Niklas Röber den SC5.1/SSP5.3 Short Course: Data Visualization in Earth Science als Short Course an. Mit zunehmender Datenkomplexität und wachsenden Datenmengen wird eine effektive und effiziente Datenvisualisierung für die Datenanalyse immer wichtiger. Der Kurs gibt einen Überblick über gängige Visualisierungswerkzeuge wie ParaView und Met.3D, die sich besonders gut für die Analyse von geowissenschaftlichen Datensätzen eignen.

In der Session AS4.2: High resolution modelling of weather and climate am 29. April von 9:16–9:18 Uhr stellt Julia Duras die neue DYAMOND-Winter-Datensammlung The DYAMOND Winter data collection vor, die auch gekoppelte Atmosphäre-Ozean-Modelle zur Auflösung von Ozean-Wirbeln, atmosphärischen Stürmen und deren Wechselwirkungen umfasst. Das DYAMOND Projekt (DYnamics of the Atmospheric general circulation Modeled On Non-hydrostatic Domains) ist die erste Initiative für einen Modellvergleich von globalen sturmauflösenden (km-Skala) Klimasimulationen.

Die Session CL3.1.3 widmet sich dem Thema Climate change in the North Atlantic in CMIP6 simulations; in dieser wird Stephan Kindermann von 12:09-12:11 Uhr in seiner vPICO Skip high-volume data transfer and access free computing resources for your CMIP6 multi-model analyses Jupyter-Notebooks direkt auf dem DKRZ-Hochleistungsrechner - als einer im Europäischen Netzwerks für Erdsystemmodellierung (ENES) - ausführen. Am Beispiel von CMIP6 zeigt er, wie Modelldaten geladen, gefiltert, verkettet und Mittelwerte genommen sowie geplottet werden, um ihre Ergebnisse zu vergleichen.

Am Abschlusstag der #vEGU21 präsentiert das DKRZ am 30. April in der Session ITS4.4/AS4.1: Machine learning for Earth system modelling zwei weitere vPICOs. Den Sessionstart übernimmt Christopher Kadow von 11:05–11:15 Uhr mit seiner 15-minütigen vPICO Artificial intelligence reconstructs missing climate information, in der er zeigt, wie künstliche Intelligenz Beobachtungslücken in historischen Klimadatensätzen füllen kann, wenn sie mit numerischen Klimamodelldaten kombiniert wird.

Von 13:48–13:50 Uhr Frauke Albrecht präsentiert in ihrer vPICO AI for Fast Atmospheric Chemistry, inwieweit sich die Ausgabe eines Modells für atmosphärische Chemie durch AI-Methoden – in diesem Fall durch den Einsatz von künstlichen neuronalen Netze – erlernen und emulieren lässt, und wie sich die erlernten ML-Methoden in operative Klimamodelle zukünftig integrieren lassen.