01.10.2026

Rund 35 Teilnehmende – darunter Challenge-Leiter, Doktoranden, Postdocs und erfahrene Fachleute – nehmen sowohl vor Ort als auch virtuell an dem Hackathon teil. Sie repräsentieren etwa 30 Institutionen aus Europa, Afrika, Asien, Nordamerika und Ozeanien, was die internationale Ausrichtung der Veranstaltung widerspiegelt.

Der Hackathon widmet sich einer wachsenden Herausforderung in der Klimaforschung: der effizienten Analyse der immer umfangreicheren und verteilten Datensätze, die durch hochauflösende Klimasimulationen und Experimente mit großen Ensembles entstehen. EXPECT entwickelt eine neue Dateninfrastruktur, um diese Arbeit zu unterstützen und die Analyse verteilter Klimadaten effizienter zu gestalten.

Während der dreitägigen Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden zunächst eine Einführung in die neue Infrastruktur zur Verarbeitung verteilter Klimadaten. Anschließend wenden sie die Werkzeuge in praxisorientierten Projekten an und arbeiten in Kleingruppen an spezifischen klimawissenschaftlichen Fragestellungen.

Die Projekte decken ein breites Themenspektrum an der Schnittstelle von Klimawissenschaft, Datenanalyse und künstlicher Intelligenz ab. Die Teilnehmenden untersuchen Veränderungen der atmosphärischen Zirkulationsmuster, die mit Hitzextremen in Europa einhergehen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf sogenannten „Double-Jet-Regimes“ liegt. Weitere Projekte befassen sich mit dem Einsatz von Deep Learning in der Klimaforschung, dem Downscaling von Klimadaten mittels des ECMWF-Weather-Generators sowie mit Methoden der erklärbaren KI (Explainable AI), um die Ursachen von Klimaveränderungen besser zu verstehen.

Für ihre praktischen und sehr datenintensiven Aufgabenteil können die Teilnehmenden Rechnerressourcen auf dem DKRZ-Supercomputer Levante nutzen. Zudem umfasst das Programm eine Führung durch die Rechnerräume des DKRZ, so dass die Teilnehmenden auch einen Blick hinter die Kulissen erhalten.

Durch die Verknüpfung neuer Dateninfrastruktur mit konkreten wissenschaftlichen Fragestellungen bietet die Veranstaltung die Gelegenheit, neue Ansätze direkt an Problemen der Klimaforschung zu erproben.