Bereiche
Sie sind hier: Startseite Über uns Kontakt Presse Aktuelles Archiv 2012 Jochem Marotzke zum Buch "Die kalte Sonne"

Jochem Marotzke zum Buch "Die kalte Sonne"

— abgelegt unter: ,

Am 6. Februar 2012 wurde das Buch "Die kalte Sonne" von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning vorgestellt. Jochem Marotzke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Klima-Konsortiums und Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, nimmt dazu Stellung:

Der Mensch hat das globale Klima bereits nachweislich geändert, und der fortgesetzte Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen wird die globale Erwärmung weiter verstärken. Diese Erkenntnisse beruhen auf einer großen Anzahl von unabhängigen wissenschaftlichen Studien, an denen Hunderte von Klimaforschern beteiligt waren. Rein natürliche Schwankungen ­- wie etwa Änderungen der Sonnenaktivität - können hingegen nicht hauptsächlich für die globale Erwärmung in den letzten Jahrzehnten verantwortlich sein, auch wenn das kürzlich erschienene Buch von Vahrenholt und Lüning dies behauptet. Für ihre Behauptung liefern die Autoren keinen wissenschaftlich belegten Nachweis. Somit hat folgende Aussage des 4. IPCC-Berichts aus dem Jahre 2007 weiterhin Bestand: "Der größte Teil des beobachteten Anstiegs der mittleren globalen Temperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist sehr wahrscheinlich (Wahrscheinlichkeit höher als 90 %) durch den beobachteten Anstieg der anthropogenen Treibhausgas­konzentrationen verursacht."

 

 

(Text übernommen vom Deutschen Klimakonsortium)

Artikelaktionen